Auf Einladung der Landesarbeitsgemeinschaft Landwirtschaft (LAG), Wald und ländliche Entwicklung der Grünen Bayern wurde die Marktgemeinde Holzkirchen kürzlich zum Schauplatz eines inspirierenden Austauschs von Mitgliedern der LAG und kommunalen Mandatsträgern, Vorständen und Mitgliedern der Grünen aus dem Landkreis Miesbach. Im Mittelpunkt des Besuchs stand eine Führung im derzeit im Bau befindlichen innovativen Quartiersprojekt „Winkelbauer Höfe“, ein zukunftsweisendes Beispiel für verkehrsreduziertes Wohnen in moderner Holzbauweise.
Unter den Gästen befanden sich auch die Landesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, Gisela Sengl, sowie Bernd Lauterbach, der Vorsitzende des Bundes Deutscher Forstleute Bayern. Bürgermeister Christoph Schmid (CSU) hielt ein Grußwort und begleitet die Veranstaltung bis zu einem Folgetermin. Der LAG-Sprecher, Kreis- und Holzkirchner Gemeinderat Robert Wiechmann umriss die Zielsetzung der Veranstaltung: Aufzuzeigen, welche Spielräume sich durch das konstruktive Zusammenwirken eines aufgeschlossenen Gemeinderats, einer modernen Verwaltung und eines innovativen Unternehmens für nachhaltiges, zukunftsgerichtetes Bauen ergeben können. Max v. Bredow und sein Team präsentierten die Eckpfeiler des Projekts, das mit seiner nachhaltigen Konzeption und modernen Bauweise neue Maßstäbe setzt.
- Holzbauweise: Das Unternehmen setzt auf moderne Holzbauweise. Regional nachwachsender Rohstoff, ungeschlagen in der C0² Bilanz. Enge Zusammenarbeit mit Waldbesitzern und Zimmerern aus der Region, Stärkung der regionalen Wertschöpfungskette, kein Abfall- und Entsorgungsproblem …
- Quartiersprojekt: Gemeinschaftseinrichtungen bieten Mehrwert: „Yogaraum“, Gemeinschaftsgärten, Gästezimmer, Werkstattraum, Inklusions-Café, Tagesbetreuung für Demenzkranke … und mehr
- Mobilitätskonzept: Car-sharing (E- Fahrzeuge) und Lastenfahrräder
- Energie: Hohe Bau-Standards, Wärmeversorgung über die Holzkirchner Geothermie
- Photovoltaikanlagen für nahezu autarke Stromversorgung
„Wir wollen mit unseren Projekten nicht nur Geld verdienen, sondern immer auch einen Mehrwert für die Gesellschaft leisten“, so Max von Bredow.
Auch die Marktgemeinde setzt über ihren vorhabenbezogenen Bebauungsplan, den transparenten Regelungen zur Sozialen Bodennutzung (SoBon) und die Stellplatzverordnung neue Maßstäbe. So kann die Gemeinde mehrere Wohnungen vergünstigt erwerben. Sie betritt weitgehend Neuland, indem der Stellplatzbedarf aufgrund des Mobilitätskonzepts soweit gesenkt wurde, dass ein Teil der Wohnungseigentümer vertraglich geregelt auf ein Auto verzichten muss.
Der Besuch bot eine hervorragende Gelegenheit, sich von der Vision eines lebenswerten, umweltfreundlichen Quartiers überzeugen und wertvolle Impulse für die zukünftige Stadtentwicklung mitzunehmen. Das „Winkelbauer Höfe“-Projekt demonstriert eindrucksvoll, wie Wohnen im Einklang mit der Natur und den Bedürfnissen einer modernen Gesellschaft gestaltet werden kann. Großer Dank für die gelungene Veranstaltung gilt Max von Bredow und seinem Team!
Weitere Informationen unter: https://www.mvb-baukultur.de/projekte/winklbauer-hoefe