Zusammenhalten und demokratische Verantwortung übernehmen: Grünes Neujahrstreffen in Miesbach

Miesbach – In der heißen Phase des Kommunalwahlkampfes hat der Grüne Kreisvorstand am Abend des 7. Februar im Saal des Bräuwirts Miesbach zum traditionellen Neujahrstreffen geladen. Vor den zahlreich erschienenen Mitgliedern, darunter die Fraktionsvorsitzende der Bayerischen Grünen Katharina Schulze MdL, sowie der Bundestagsabgeordnete Karl Bär – formulierten die Rednerinnen und Redner die dringende Notwendigkeit eines gesellschaftlichen und politischen Wandels. Es ginge vor allem darum Demokratie als gemeinschaftliche Aufgabe zu begreifen, die das Engagement aller erfordert.

Auch unser Landratskandidat Thomas Tomaschek, sowie Miesbachs zweite Bürgermeisterin Astrid Güldner, richteten motivierende Worte an die Gesellschaft. Güldner kandidiert am 8. März als Bürgermeisterin für Miesbach. Unter den Gästen waren weiter die Bürgermeisterkandidatinnen Cornelia Riepe für Waakirchen, Philipp Eikerling für Weyarn und Michi Mayr für Rottach-Egern anwesend, sowie der Landtagsabgeordnete Benjamin Adjei.

Katharina Schulze führte in ihrer motivierenden Rede an, dass die etablierten demokratischen Parteien zusammenarbeiten müssten, um den Aufstieg autoritärer Kräfte zu stoppen. „Politik muss sich verändern, sonst wird die AfD im Schlafwagen an uns vorbeiziehen“, warnte die Grünen-Politikerin. Sie betonte die Notwendigkeit, gesellschaftlichen Zusammenhalt neu zu denken: „Die Zeiten sind zu ernst, um Demokratie als bloßen Service zu betrachten. Wir müssen das Gefühl vermitteln, dass hier jede und jeder gebraucht wird.“ Als konkreten Schritt forderte sie dafür beispielsweise ein „Freiwilligenjahr für alle“, um Kompetenzen in der Gesellschaft zu stärken.

Zudem unterstrich sie die Bedeutung sozial gerechter und sicherer Lebensgrundlagen: „Alles, was wir täglich brauchen – bezahlbarer Wohnraum, saubere Energie, gesunde Lebensmittel und intakte Natur – muss ausreichend verfügbar und leistbar sein.“

Schulze skizzierte hierfür konkrete Maßnahmen, darunter steuerliche Anreize für Vermieter, die Mieten unterhalb des Mietspiegels anbieten, den Wegfall der Grunderwerbssteuer für Erstkäufer von Wohneigentum sowie die Senkung der Mehrwertsteuer auf Bio-Produkte, um wertvolle Lebensgrundlagen vor Ort zu sichern.

Landratskandidat Thomas Tomaschek resümiert: „Dieser Abend hat gezeigt: Die Krise unserer Zeit ist auch eine Krise der Demokratie. Doch sie ist lösbar – wenn wir begreifen, dass Politik kein Selbstzweck ist, sondern die Basis für ein gutes und lebenswertes Miteinander sichert. Dafür braucht es Mut zur Veränderung, auf allen Ebenen.“